BMI-Rechner
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Zuletzt aktualisiert am 4. Juni 2026
Grundlage: WHO-BMI-Klassifikation (Untergewicht < 18,5 · Normalgewicht 18,5–24,9 · Übergewicht 25–29,9 · Adipositas Grad I 30–34,9 · Grad II 35–39,9 · Grad III ab 40). Grundumsatz nach der Mifflin-St Jeor-Formel (1990).
Berücksichtigt: Körpergewicht, Körpergröße, Geschlecht und Alter für BMI, Normalgewichtsspanne und Grundumsatz; WHO-Kategorie mit Einordnung des Gesundheitsrisikos.
Nicht berücksichtigt: Körperfettanteil und Muskelmasse, Fettverteilung (Bauchumfang), Schwangerschaft sowie Kinder/Jugendliche unter 18 Jahren – für sie gelten alters- und geschlechtsabhängige Perzentilkurven (BMI-SDS), nicht die festen WHO-Grenzwerte.
BMI-Rechner: Alles, was Sie wissen müssen
Sie wiegen 82 kg bei 1,78 m – ist das noch im grünen Bereich? Eingesetzt in die BMI-Formel ergibt das 82 ÷ (1,78 × 1,78) = 25,9, also knapp über der WHO-Grenze von 25, ab der Übergewicht beginnt. Genau diese Einordnung übernimmt unser BMI-Rechner: Er ordnet Ihren Wert sofort einer der sechs WHO-Kategorien zu, zeigt die Normalgewichtsspanne für Ihre Größe und schätzt zusätzlich Ihren Grundumsatz. Laut Mikrozensus 2021 (Statistisches Bundesamt) waren in Deutschland 52,7 % der Erwachsenen übergewichtig (BMI ≥ 25) – mit einem Grenzwert sind Sie also in guter Gesellschaft. Wichtig vorweg: Der BMI ist ein erster Anhaltspunkt, kein Diagnoseinstrument.
Wie wird der BMI berechnet?
Die BMI-Formel ist einfach: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat.
BMI = Gewicht (kg) ÷ Größe² (m²) Beispiel: Eine Person mit 75 kg Gewicht und 1,75 m Größe hat einen BMI von 75 ÷ (1,75 × 1,75) = 24,5 kg/m².
BMI-Tabelle: WHO-Klassifikation
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt den BMI in folgende Kategorien ein:
- Unter 18,5: Untergewicht
- 18,5 – 24,9: Normalgewicht (Idealbereich)
- 25 – 29,9: Übergewicht (Präadipositas)
- 30 – 34,9: Adipositas Grad I
- 35 – 39,9: Adipositas Grad II
- Ab 40: Adipositas Grad III (morbide Adipositas)
Was ist ein normaler BMI?
Ein normaler BMI liegt zwischen 18,5 und 24,9. In diesem Bereich ist das Risiko für gewichtsbedingte Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Gelenkprobleme am geringsten.
Allerdings: Der optimale BMI kann je nach Alter, Geschlecht und Muskelmasse variieren. Für Menschen ab 65 Jahren gilt beispielsweise ein BMI zwischen 24-29 als optimal, da leichte Reserven im Krankheitsfall schützend wirken können.
BMI für Frauen und Männer
Die WHO-Grenzwerte gelten grundsätzlich für beide Geschlechter. Dennoch gibt es geschlechtsspezifische Unterschiede:
- Frauen haben von Natur aus einen höheren Körperfettanteil als Männer
- Männer haben in der Regel mehr Muskelmasse, was den BMI erhöhen kann
- Der Taillenumfang ist als Zusatzindikator hilfreich: Frauen < 88 cm, Männer < 102 cm
Grenzen des BMI
Der BMI ist ein Orientierungswert, hat aber Einschränkungen:
- Unterscheidet nicht zwischen Muskelmasse und Fett
- Sportler mit viel Muskeln haben oft einen „erhöhten" BMI ohne gesundheitliches Risiko
- Die Fettverteilung (besonders Bauchfett) wird nicht berücksichtigt
- Für Kinder und Jugendliche gelten altersabhängige Perzentilkurven
- In der Schwangerschaft ist der BMI nicht aussagekräftig
Idealgewicht berechnen
Aus dem BMI lässt sich das Idealgewicht ableiten. Für einen BMI im Normalbereich (18,5 – 25) ergibt sich:
Mindestgewicht = 18,5 × Größe² (m²)
Maximalgewicht = 25 × Größe² (m²)
Beispiel für 1,75 m Körpergröße: Das Normalgewicht liegt zwischen 56,7 kg und 76,6 kg.
BMI und Gesundheitsrisiken
Ein erhöhter BMI ist mit verschiedenen Gesundheitsrisiken verbunden:
- Diabetes Typ 2: Risiko steigt mit zunehmendem BMI
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall
- Gelenkprobleme: Besonders Knie und Hüfte
- Schlafapnoe: Atemaussetzer im Schlaf
- Bestimmte Krebsarten: Erhöhtes Risiko bei Adipositas
Aber: Auch Untergewicht ist mit Risiken verbunden, etwa einem geschwächten Immunsystem oder Mangelernährung.
Grundumsatz und Kalorienbedarf
Unser Rechner ermittelt auch Ihren Grundumsatz – die Kalorien, die Ihr Körper in Ruhe verbrennt. Wir verwenden die wissenschaftlich anerkannte Mifflin-St Jeor-Formel:
Männer: Grundumsatz = 10 × Gewicht + 6,25 × Größe - 5 × Alter + 5
Frauen: Grundumsatz = 10 × Gewicht + 6,25 × Größe - 5 × Alter - 161
Der Gesamtenergiebedarf ergibt sich aus dem Grundumsatz multipliziert mit dem PAL-Faktor (Physical Activity Level) je nach Aktivitätsniveau.
Tipps für ein gesundes Gewicht
- Ausgewogene Ernährung: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, wenig Zucker
- Regelmäßige Bewegung: Mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche
- Ausreichend Schlaf: 7-9 Stunden pro Nacht
- Stressmanagement: Chronischer Stress begünstigt Gewichtszunahme
- Realistische Ziele: 0,5-1 kg Gewichtsverlust pro Woche ist nachhaltig
Kalorien tracken mit App
Um Ihren Kalorienbedarf im Alltag einzuhalten, hilft eine Kalorien-Tracking-App. Mit Mahlzait können Sie Ihre Mahlzeiten per Foto, Text oder Barcode erfassen – die KI erkennt das Essen automatisch und berechnet Kalorien, Proteine und Makronährstoffe in Sekunden.
⚠️ Typische Fehler & Sonderfälle
Größe in Zentimetern statt Metern eingegeben
Der häufigste Eingabefehler: Wer 175 (cm) statt 1,75 (m) verwendet, rechnet 75 ÷ (175 × 175) und landet bei einem BMI von 0,0024 – Unsinn. In die Formel gehört die Größe in Metern zum Quadrat. Unser Rechner erwartet die Größe in Zentimetern und rechnet intern korrekt um, aber bei der manuellen Kontrolle ist das die klassische Stolperfalle.
Krafttrainierte mit „falschem" Übergewicht
Ein 1,80 m großer Bodybuilder mit 95 kg kommt auf einen BMI von 29,3 – laut Tabelle Übergewicht, obwohl der Körperfettanteil bei 10 % liegen kann. Der BMI misst nur Masse pro Fläche, nicht deren Zusammensetzung. Wer regelmäßig Kraftsport macht, sollte zusätzlich Körperfettanteil oder Taillenumfang heranziehen.
Normalen BMI mit normalem Bauchumfang verwechselt
Ein BMI von 23 gilt als Normalgewicht – trotzdem kann das viszerale Bauchfett zu hoch sein („schlanke Dicke", TOFI). Ab einem Taillenumfang von 88 cm (Frauen) bzw. 102 cm (Männer) steigt das Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Risiko deutlich, unabhängig vom BMI. Das Maßband ergänzt die Waage.
BMI bei Kindern, Schwangeren und Senioren falsch angewendet
Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 gelten keine festen Grenzwerte, sondern alters- und geschlechtsabhängige Perzentilkurven (BMI-SDS). In der Schwangerschaft ist der BMI durch das natürliche Mehrgewicht nicht aussagekräftig. Bei Menschen ab 65 verschiebt sich der günstigste Bereich nach oben (etwa 24–29), da leichte Reserven im Krankheitsfall schützen können.
🏥 Beratung & Hilfe
Ärztliche Beratung
Bei Fragen zu Ihrem Gewicht, Ernährung oder Bewegung wenden Sie sich an:
- • Ihren Hausarzt/Hausärztin
- • Einen Ernährungsberater (von Krankenkassen bezuschusst)
- • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Kostenlose Angebote der Krankenkassen
Die meisten gesetzlichen Krankenkassen bieten kostenlose Präventionskurse zu Ernährung und Bewegung an. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach!
Bei Essstörungen
Wenn Sie unter einer Essstörung leiden oder vermuten, holen Sie sich Hilfe:
- • BZgA-Beratungstelefon: 0221 892031 (Mo-Do 10-22 Uhr, Fr-So 10-18 Uhr)
- • Online-Beratung: www.bzga-essstoerungen.de
❓ Häufig gestellte Fragen
Wie berechnet man den BMI?
Der BMI wird berechnet, indem man das Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat teilt. Formel: BMI = Gewicht (kg) ÷ Größe² (m²). Beispiel: 75 kg ÷ (1,75 m)² = 24,5.
Was ist ein normaler BMI?
Nach WHO-Definition liegt ein normaler BMI zwischen 18,5 und 24,9 kg/m². In diesem Bereich ist das Risiko für gewichtsbedingte Erkrankungen am geringsten. Für ältere Menschen (65+) kann ein etwas höherer BMI (24-29) optimal sein.
Ist der BMI für Männer und Frauen gleich?
Die WHO-Grenzwerte gelten für beide Geschlechter. Frauen haben jedoch natürlicherweise einen höheren Körperfettanteil, Männer mehr Muskelmasse. Der Taillenumfang (Frauen < 88 cm, Männer < 102 cm) ist eine hilfreiche Ergänzung zum BMI.
Ab welchem BMI ist man übergewichtig?
Ab einem BMI von 25 spricht man von Übergewicht (Präadipositas). Ab BMI 30 beginnt die Adipositas (Fettleibigkeit), die in drei Grade unterteilt wird: Grad I (30-34,9), Grad II (35-39,9) und Grad III (ab 40).
Warum ist der BMI bei Sportlern oft falsch?
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Sportler mit viel Muskelmasse haben oft einen erhöhten BMI, obwohl sie einen niedrigen Körperfettanteil haben. Für sie ist der Körperfettanteil oder der Taillenumfang aussagekräftiger.
Wie berechnet man das Idealgewicht?
Das Idealgewicht liegt im BMI-Bereich von 18,5 bis 25. Für eine Person mit 1,75 m Größe ergibt sich ein Normalgewicht von 56,7 bis 76,6 kg. Die Mitte dieses Bereichs (ca. 66 kg) wird oft als Idealgewicht bezeichnet.